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Von Corvin Borgardt
Sandbostel. Um den weiteren Verfall der noch erhaltenen Baracken auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Stalag XB in Sandbostel zu stoppen, laufen derzeit umfangreiche Sanierungsarbeiten.
Es tut sich einiges auf dem Lagergelände in Sandbostel. Seit Anfang November laufen die Sanierungsarbeiten an fünf Baracken, den ehemaligen Latrinen und der Lagerküche. Maurer, Dachdecker und Zimmerleute sind derzeit damit beschäftigt, die Gebäude zu rekonstruieren - so originalgetreu wie möglich.
„Wir versuchen so viel wie möglich von der alten Bausubstanz zu retten“, erklärt der Projektkoordinator und Leiter der Gedenkstätte, Andreas Ehresmann. Nur Teile an denen der Zahn der Zeit zu sehr genagt hat, werden erneuert - beispielsweise marode Balken oder vergammelte Hölzer. „Später wird man den Unterschied zwischen alt und neu genau erkennen können. Es ist Teil des Konzeptes, dass deutlich zu sehen sein wird, was aus der Lagerzeit stammt und was nachträglich ausgebessert worden ist“, erklärt Andreas Ehresmann. In den Unterkunftsbaracken wird dies besonders anschaulich sein. Originalbalken der Dachkonstruktion und neue gehen zum Beispiel ineinander über, sind aber deutlich voneinander zu unterscheiden.
Karl-Heinz Buck, Vorsitzender der Stiftung Lager Sandbostel, hofft, dass die Sanierungsarbeiten „ganz nebenbei“ noch neue Erkenntnisse über die Lagergeschichte zu Tage fördern könnten. „Möglicherweise finden wir weitere Spuren der Lagerinsassen - beispielsweise Malereien von DDR-Jugendlichen, die hier nach dem Krieg untergebracht waren“, sagte Buck. Ein halbes Jahr ist zunächst für die ersten Sanierungsarbeiten geplant. Dann, so Andreas Ehresmann, werde das Lagergelände den Besuchern einen ganz anderen, viel intensiveren Eindruck vermitteln |
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