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Friedenspreis
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Bremervörder Zeitung 9. Mai 2007 |
Jahrelanges Engagement mit Ehrung belohnt Internationale Friedensschule Bremen verleiht Dr. Klaus Volland Friedenspreis |
Von Julia Ladebeck |
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Gerd Meyer (Mitte) von der Internationalen Friedensschule Bremen überreicht dem Leiter der Gedenkstätte Sandbostel, Dr. Klaus Volland, die zum Friedenspreis gehörende Urkunde. Uschi Kongi gratuliert dem Preisträger ebenfalls. Foto: Ladebeck |
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Bremervörde/Blumenthal/Sandbostel. Seit Jahren setzt sich der Bremervörder Dr. Klaus Volland für den Bau einer Gedenkstätte am Ort des ehemaligen Stammlagers XB für Kriegsgefangene der Wehrmacht in Sandbostel ein. Der Leiter der 1998 eröffneten Gedenkstätte musste dabei gegen großen Widerstand kämpfen. Für sein Engagement verlieh ihm die Internationale Friedensschule Bremen jetzt im Rahmen ihres Freundschaftsfetes auf der Bahrsplate den „Franco-Paselli-Friedenspreis“. Seit 1998 wird dieser Friedenspreis, der nach dem jüngsten Opfer des Massakers von SS-Soldaten an Bewohnern des italienischen Ortes Marzabotto benannt ist, jährlich an Personen oder Initiativen vergeben, die sich um die internationale Friedensarbeit verdient gemacht haben. „Das Stammlager XB wurde kurz nach Kriegsbeginn von der Wehrmacht eingerichtet“, erläuterte Gerd Meyer von der Internationalen Friedensschule. Mehr als eine Million Menschen wurden in den sechs Kriegsjahren durch das Lager geschleust. Im April 1945 waren 50.000 Menschen in den Baracken eingepfercht, Tausende Gefangene kamen ums Leben. Dr. Klaus Volland nahm in Blumenthal zunächst eine Urkude entgegen. Die ebenfalls zum Preis gehörende Kranich-Skulptur, die von der Gruppe Metallwerkstatt des .Vegesacker Bürgerhauses angefertigt wird und auf das japanische Friedenssymbol zurückgeht, wird Preisträger Dr. Klaus Volland voraussichtlich Ende Juli im internationalen Friedenscamp in Marzabotto überreicht. Dort wird der Friedenspreis auch der Italienerin Anna Dainesi verliehen. Die 70-Jährige ist überlebende Zeitzeugin des Masakers in Marzabotto. „Als achtjähriges Mädchen musste sie mitansehen, wie die SS Männer, Frauen und Kinder ermordete und Häuser niederbrannte“, sagte Uschi Kongi von der Friedensschule. Später habe sich Anna Dainesi durch ihren Besuch im Friedenscamp als erste Bewohnerin in Marzabotto für die Überwindung des Hasses eingesetzt. „Sie ist vorangegangen auf dem Weg der Verständigung“, betonte Uschi Kongi. Das nächste Friedenscamp in der Vegesacker Partnergemeinde Marzabotto findet vom 21. Juli bis zum 3. August in dem italienischen Ort statt. |