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Schändung der Gedenkstätte
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In der Nacht zum Donnerstag, dem 31. Juli 2000 wurde der Kriegsgefangenen- und KZ-Friedhof in Sandbostel von Neonazis geschändet. Die Täter wurde bis heute (26.August 2002) nicht gefaßt. Unten sind einige Zeitungsartikel aufgeführt die in den Tagen danach erschienen sind. |
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Bremervörder Zeitung vom 31.Juli
2000
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Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag die Gedenkstätte
in Sandbostel mit rechtsradikalen und antisemitischen Parolen geschändet.
Die Polizei geht von mindestens zwei Tätern aus. Es wurde ein Strafverfahren
wegen Volksverhetzung, Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher
Organisationen, Störung der Totenruhe und Sachbeschädigung eingeleitet.
Über den Stand der Ermittlungen konnte bis Redaktionsschluss nichts in
Erfahrung gebracht werden. Die zuständige Polizeiwache in Selsingen war
gestern nicht besetzt, die Beamten in Bremervörde und Rotenburg konnten
keine Auskunft geben. Auf dem Friedhof liegen überwiegend Opfer des ehemaligen
Sandbosteler Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers "Stalag XB"
begraben. Über die weiteren Ermittlungen werden wir in Kürze berichten. |
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Bremervörder Zeitung vom 1. August
2000
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Noch keine konkreten Hinweise auf die Täter haben
bislang die polizeilichen Ermittlungen im Fall der Schändung der
Gedenkstätte in Sandbostel ergeben. Unbekannte hatten dort in der
vergangenen Woche das Mahnmal mit antisemitischen und rechtsradikalen
Parolen beschmiert. |
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Keine Toleranz gegenüber rechtsradikalen Aktionen Grüne nehmen Stellung zu Nazi-Schmierereien in Sandbostel Die Nazi-Schmierereien an der Gedenkstätte Sandbostel dürften von der Öffentlichkeit nicht als harmlose Jugendstreiche angesehen werden, sondern müssten als Ausdruck rassistischer Gesinnung bewertet werden. Dies fordert der Pressesprecher der Zevener Bündnisgrünen, Friedhelm Horn, in einer Erklärung. Solche Aktionen wie in Sandbostel müssten zwar konsequent
verfolgt und geahndet werden, das sei selbstverständlich, so Horn, aber
der hinter solchen Aktionen stehende Rassismus lasse sich nicht allein
mit Staatsanwalt und Polizei bekämpfen, sondern nur mit klaren Worten
und Taten aller gesellschaftlichen Gruppierungen. |
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Bremervörder Zeitung vom 4.August
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Sandbostel:" Wir sind fassungslos" Nach den Nazi-Schmierereien an der Gedenkstätte reagieren die Mitglieder des Gemeinderates entsetzt |
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"Fassungslos" habe er auf die Nazi-Schmierereien in Sandbostel reagiert. Dies betonte der stellvertretende Bürgermeister von Sandbostel, Hans-Peter Hanschen, gestern im Gespräch mit der BZ-Redaktion. Auch seine Ratskollegen hätten bestürzt und entsetzt reagiert. "Beschämt" ist auch Bürgermeisterin
Greti Hildebrandt, die in ihrem Urlaubsort von der Neonazi-Aktion in ihrer
Gemeinde erfuhr. "Für mich sind das Straftäter, das sind keine dummen
Jungenstreiche. Es ist unglaublich und unverzeihlich". Sie hofft
dass die Täter gefasst und mit allen gesetzlich zur Verfügung stehenden
Mitteln bestraft werden. |
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Bremervörder Zeitung vom 5. August
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Gedenkstättenverein reagiert mit Entsetzen Reaktion auf Nazi-Schmierereien in Sandbostel |
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Die nationalsozialistischen Schmierereien auf dem Friedhof dem Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers Sandbostel rufen bei den Mitgliedern des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel tiefes Entsetzen hervor. "Wir denken in diesen Tagen besonders
der vielen ehemaligen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen sowie ihrer Nachfahren,
mit denen wir in den vergangenen Jahren am 29. April an die Befreiung
des Lagers erinnert und ihrer Haft sowie der Opfer gedacht haben",
heißt es in einer Pressemitteilung des Gedenkstättenvereins. |